Start Tänze
25 | 05 | 2018
Hauptmenü
Zitat

Tanzen ist die Kunst, wo die Beine denken, sie seien der Kopf

Stanislaw Jerzy Lec

Tänze

In unseren Übungsabenden lernen wir die Tänze aus dem Welttanzprogramm:

Standard Tänze:

Lateinamerikanische Tänze:

 und für den täglichen Gebrauch auf Festen und Discobesuch den Discofox 

 

Der Langsame Walzer ist ein Gesellschafts- und Turniertanz im 3/4-Takt. Der langsame Walzer ist einer der klassischen Standardtänze und wird normalerweise bei etwa 30 Takten pro Minute getanzt. Um 1870 entwickelte sich in den USA eine sanftere Form des Wiener Walzers, der unter dem Namen Boston bekannt wurde. Diese Version behielt die für den Wiener Walzer charakteristischen drehenden Figuren bei, wurde aber zu einem langsameren Tempo getanzt. Um 1920 entwickelte sich daraus in England der Langsame Walzer, der wegen seiner Herkunft auch „English Waltz“ genannt wird. Andere Quellen geben allerdings auch den österreichischen Ländler als „Urvater“ des Langsamen Walzers an. Wie auch immer, die Tänzer nutzen das langsamere Tempo, um den Walzer um weitere Figuren zu bereichern, die damit das Tanzen interessanter machen. Der Langsame Walzer ist seit 1963 Bestandteil des Welttanzprogramms. Er gilt als der harmonischste Standardtanz und wird häufig zur Eröffnung einer Tanzveranstaltung getanzt. 

.                             

Der Wiener Walzer ist ein Gesellschafts- und Turniertanz, der paarweise getanzt wird und zu den Standardtänzen des Welttanzprogramms gehört. Mit ungefähr 60 Takten pro Minute ist er nach Takten, wenn auch nicht nach Taktschlägen, der schnellste Tanz des Welttanzprogramms. Der Walzer, zur Unterscheidung vom Langsamen Walzer (English Waltz) und dem Französischen Walzer meist Wiener Walzer genannt, ist der älteste der modernen bürgerlichen Gesellschaftstänze. Er wird in den 1770er Jahren erstmals in einer Komödie des Bernardon-Darstellers Felix von Kurtz erwähnt und wurde vor der Französischen Revolution berühmt, weil er das aristokratische Menuett als maßgebenden Gesellschaftstanz verdrängte.

Der Tango, auch Internationaler Tango, Europäischer Tango, Standard-Tango oder Ballroom Tango (ballroom ist die englische Bezeichnung der Standardtänze) genannt, ist ein Gesellschaftstanz und Turniertanz, der paarweise getanzt wird. Er ist einer der fünf Standardtänze, Bestandteil des Welttanzprogramms und weltweit verbreitet. Im deutschen Sprachgebrauch wird Tango mit dem europäisierten Tango gleichgesetzt. Dagegen wird der ursprüngliche Tango, der aus Argentinien und Uruguay kommt, trotz der heute viel stärkeren Verbreitung als Tango Argentino bezeichnet. Auch in den klassischen Tanzschulen wird die europäisierte Form immer mehr durch den Tango Argentino abgelöst. Die beiden Tangoformen unterscheiden sich erheblich in ihrem Charakter, Ausdruck und Bewegungsformen. Um Verwechslungen zu vermeiden, verwendet dieser Artikel daher bevorzugt die Bezeichnung Internationaler Tango.

Der Quickstep ist ein schwungvoller, sportlicher Tanz. Im Gegensatz zum verwandten Foxtrott, der eher zum lässigen schwofen einlädt, lebt der Quickstep von freudig getanzten, raumgreifenden Figuren. Selbst wenn nur mit wenigen, gekonnten Figuren getanzt, reißt der Quickstep die Zuschauer mit.
Der typische Rhythmus des Tanzes ist slow-quick-quick-slow; die Abfolge variiert allerdings mit den Figuren. Der Quickstepgrundschritt ist eine Abwandlung des Foxtrottschrittes. Dies erleichtert den Einstieg in den Tanz - kann aber auch eine Falle sein: Ungeübte fallen gerne während des Quicksteps aus Versehen in den Foxtrottschritt zurück, z.B. durch Vergessen des langsamen Schrittes nach der Kreiselrechtsdrehung

Der Cha-Cha-Cha  ist ein moderner, paarweise getanzter Gesellschaftstanz kubanischen Ursprungs. Der Begriff Cha-Cha-Cha entstand in Anlehnung an den Sound der Maracas, welche ein typisches Begleitinstrument bei dieser Musikrichtung sind. Der Cha-Cha-Cha in seiner weltweit verbreiteten westlichen Variante gehört zu den lateinamerikanischen Tänzen des Tanzsports und wird als Bestandteil des Welttanzprogramms in Tanzschulen unterrichtet. Die ursprüngliche kubanische Form des Cha-Cha-Cha unterscheidet sich in Technik und Figurenrepertoire stark vom heutigen Turniertanz und ist in der spanischen Schreibweise Cha-cha-chá  in der modernen Salsa-Szene anzutreffen.

Der Jive ist ein Gesellschafts- und Turniertanz im 4/4-Takt, welcher ternär geteilt wird. Auf Turnieren wird er bei 44 Takten pro Minute getanzt, ansonsten gibt es ihn auch bei 32 bis 40 Takten pro Minute. Jive gehört zu den lateinamerikanischen Tänzen. Jive ist eine Bezeichnung für einen Tanz, der vielfältige verwandte Vorläufer afroamerikanischen Ursprungs hat. Dazu gehören zu Beginn der 1930er Jahre Lindy Hop, Blues, Swing, in den 1940ern der Boogie-Woogie, Jitterbug gefolgt in den 1950ern vom Rock ’n’ Roll. Charakteristisch für alle diese Tanzformen war und ist heute noch die stimulierende Musik. Amerikanische Soldaten brachten die in den USA beheimateten Tänze um 1940 nach Europa, wo sie bei der Jugend schnell sehr beliebt wurden. Der Boogie wurde nach dem Krieg zur dominierenden Musik. Als „ordinärer“ Tanz fand er aber nicht nur Freunde. Tanzpapst Alex Moore äußerte sich, dass er nie zuvor etwas „Grässlicheres“ gesehen hatte. Englische Tanzlehrer entwickelten, mit etwas langsamerer Musik, den eleganten und doch lebendigen Jive. 1968 wurde er als fünfter Turniertanz zu den lateinamerikanischen Tänzen aufgenommen, seit 1976 gehört der Jive zum Welttanzprogramm. In England erfreut sich ein anderer Jive großer Beliebtheit: Anstelle der üblichen sechs Beats wird der Modern Jive wie der Lindy Hop auf acht Beats getanzt.

Die Rumba ist ein erotischer Werbetanz aus Kuba afrokubanischer Herkunft, der heute zu den Gesellschafts- und Turniertänzen zählt. Seine besondere künstlerische Charakteristik liegt im Spiel zwischen Mann und Frau. In einer gut getanzten Rumba wird intensiv umeinander geworben, im künstlerischen Kontrast dazu werden beide Partner ab und zu fahnenflüchtig und müssen vom Anderen zur Rückkehr gelockt werden. Die Rumba entwickelte sich zusammen mit dem Tango aus der Habanera. Die Habanera stammt aus Uruguay. Sie wanderte in Richtung Süden über den Rio de la Plata nach Argentinien und wurde dort zum Argentinischen Tango, während sie sich auf ihrer Wanderung in Richtung Norden im karibischen Bereich über den Bolero zur Rumba weiterentwickelte. Durch diesen gemeinsamen Ursprung gibt es zahlreiche Ähnlichkeiten zwischen Rumba und Argentinischem Tango.

 Samba ist ein Gesellschafts- und Turniertanz im 2/4-Takt. Er wird normalerweise bei 50 bis 53 Takten pro Minute getanzt. Samba gehört zu den Lateinamerikanischen Tänzen.
Ursprünglich ist Samba ein Sammelname für viele Tanzformen, die im 19. Jahrhundert von afrikanischen Sklaven aus dem Kongo, dem Sudan und Angola in ihre neue Heimat Brasilien gebracht wurden. Der Samba de Roda, ein Kreistanz, wird als Ausgangstanz für den modernen Samba bezeichnet.
Die Samba-Musik wird von der kultischen Musik Alt-Afrikas abgeleitet. Ursprünglich ist der Samba ein 2/2-Takt (alla breve). Tanzkapellen spielen ihn aber heutzutage bevorzugt im 2/4-Takt - und meistens viel zu schnell zum Tanzen.
Als afrikanisch-portugiesische Mischform kam um 1910 die Maxixe, ein enger Paartanz, aus Brasilien nach Europa, der sich jedoch nur schwer durchsetzte. Unter dem Namen Samba tauchte dieser brasilianische Tanz in Turnierprogrammen 1924 und 1925 wieder auf, ohne großen Durchbruch. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Samba zum festen Bestandteil einer jeden Tanzkapelle. Um 1948/49 erreichte er in einer sehr vereinfachten Form eine große Popularität. Die Tanzschulen nahmen Samba mit Erfolg in ihr Programm auf. 1959 wurde Samba in das Turnierprogramm der Lateinamerikanischen Tänze aufgenommen.

Der Discofox ist ein Gesellschaftstanz, der paarweise getanzt wird. Der Discofox ging aus dem Foxtrott hervor, als um 1967 frei improvisierende Discotänzer zur Tanzhaltung zurückkehrten und den klassischen Foxtrott um Elemente aus Swing, Boogie-Woogie und Two-Step bereicherten. Dabei entstand in den USA der Hustle, in Europa der Discofox, der 1979 in das Welttanzprogramm aufgenommen wurde. Erste Turniere wurden Ende der 1980er Jahre in der Schweiz ausgetragen; hier entstand auch die schweizweite Bezeichnung Disco Swing, als mehr und mehr Elemente aus anderen Tänzen wie Rock ’n’ Roll, Boogie Woogie, Swing, Mambo, Salsa und Cha-Cha-Cha in den Discofox integriert wurden. 1992 fand die erste Discofox-Weltmeisterschaft in Basel statt, organisiert wurde sie von der International Dance Organization. Erst acht Jahre später folgte die zweite Weltmeisterschaft in Miami, seitdem jedoch werden Europa- und Weltmeisterschaften jährlich durchgeführt.